Olá Porto,
eine Stadt, dass darf ich vorwegnehmen, die für mich zu den top fünf Orten in Europa gehört.
Vom Flughafen Hamburg geht es gut drei Stunden nach Porto.
Am Aeroporto Francisco Sá Carneiro angekommen geht es am einfachsten mit der Metro ins Stadtzentrum (Taxen, Uber etc sind ebenfalls möglich). Das Stadtzentrum liegt etwas über 10 Kilometer entfernt. Die U Bahn fährt diese Strecke täglich von 06:00 bis 01:00 Uhr, an den Wochenenden bis 23:00 Uhr, alle 20 Minuten.
Das Ticketsystem für die öffentlichen Verkehrsmittel, ist nicht so einfach wie das in Lissabon, aber auch nicht besonders schwer.
An den Automaten in den U Bahn Stationen holt man sich eine Andante Karte für 60 Cent, auf denen ihr dann eure Fahrten (in Portugal ,,Titles´´genannt) bucht. Hierbei steht ein Title für eine Stunde.
Pro Person benötigt ihr eine Karte. Es ist nicht möglich, zwei Fahrten für zwei Personen auf eine Karte zu buchen.
Es gibt auch eine Andante Karten für Touristen, die ich empfehle. Hier kannst du alle Verkehrsmittel nutzen und zahlst für ein Tagesticket (Andante Tour 1) 7 Euro und für ein 72 Stunden (Andante Tour 2) Ticket 15 € pro Person. Allerdings sind diese Touristenkarten im Gegensatz zu den normalen Andante Karten nicht wieder aufladbar.
Die Karte hältst du dann vor Fahrtantritt an den Entwerter. Wenn du umsteigst musst du die Karte noch mal an einen Automaten halten, ohne Mehrkosten.
So viel zur Metro...
Nun geht es, nachdem ich in meiner Wohnung eingecheckt habe, aber in die Stadt.
Kleiner Hinweis:
Ich bin auf dieser Tour im Januar unterwegs.
In Porto scheinen die Häuser und Wohnungen keine Heizung zu haben, warum auch immer... Es stehen dann Heizkörper in den Wohnungen zur Verfügung. Der Boden ist allerdings Eiskalt und die Fenster auch leicht Luft durchlässig. Die Hotels sind normal beheizt.
Aber jetzt geht es los...
Wir beginnen beim Mercado Ferreira Borges, einer historischen Sehenswürdigkeit die mitlerweile ein Nachtclub ist und um 11 Uhr vormittags für mich dann auch noch nicht geöffnet hat...
Die R. da Alfandega geht es herunter und schon bin ich am wohl schönsten Fleck in ganz Porto, dem Cais da Estiva mit Blick auf die Ponte Luis I und die Portweinkeller auf der anderen Seite des Douros. Ein wunderschöner Anblick. Auf der Promenade finde ich das Café do Cais, welches ich mir als Restaurant für den Abend aussuche. Ich schlendere die Promenade entlang, an den vielen tollen Restaurants, kleinen Geschäften und ein kleiner Markt mit Ständen ist auch aufgebaut, in Richtung Brücke.
Nach knapp 500 Metern komme ich an der Kathedrale von Porto mit seinem schönen Vorplatz an. Von hier aus gibt es einen schönen Panoramablick auf die Stadt und den Torre dos Clérigos, zudem wir noch kommen. In der KAthedrale kann man sich für 3 € den Kreuzgang ansehen der mit blau-weißen Azulejos verziert ist.
Von der Kathedrale aus sind es keine 300 Meter weiter zur Bahnhofstation Sao Bento. Ihr hört schon, dass alles sehr nahe beienander liegt und das an fast jeder Ecke eine weitere Sehenswürdigkeit ist.
Beim Bahnhof von Sao Bento, handelt es sich wohl um die schönste Bahnhofshalle der Welt (wenn ich einen schöneren Bahnhof zu Gesicht bekomme werde ich den Satz hier sofort löschen ;)). Die Ankunftshalle ist komplett mit über 20.000 Azulejos, den typischen portugiesischen Fliesen, verziert. Ein echtes Muss um ein Foto zu machen, welches sich allerdings ziemlich schwer gestaltet da im Sekundentakt Menschen ein und aus maschieren.
Porto hat ein einmaliges, wie auch sehr kalorienhaltiges Nationalgericht.
Das Francecinha!
Wie ihr dieses nachkochen könnt findet ihr
hier.
Aufstieg auf den Torre dos Clérigos und ein kurzer Besuch bei Harry Potter
Richtung Sonnenuntergang hin geht es dann nochmal hoch hinaus. Durch die Igreja dos Clérigos gelangt man zum Turm dieser Kirche. Dieser ist mit 76 Metern einen kleinen Tick höher als der Rathausturm und ihr müsst knapp 300 Stufen erklimmen bevor ihr den schönsten Ausblick auf Portos Altstadt bekommt.
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In der Igreja dos Clérigos
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Der Douro und die Portweinkeller
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Die letzte Station des Tages ist dann eine Buchhandlung. Auch das klingt erstmal nicht sonderlich spannend aber tatsächlich soll auch diese Bibliothek die schönste der Welt sein... Die Livraria Lello liegt keine 100 Meter nördlich der Igreja und ich staune nicht schlecht als ich gegen 18:15 Uhr (45 Minuten vor Ladenschluß) eine 50 Meter lange Schlange vor der Buchhandlung vorfinde. Für den Einlass in die Bibliothek werden sogar 3 € Eintritt genommen, welche beim Kauf eines Buches verrechnet werden. In der Buchhandlung befindet man sich dann kurzerhand in Hogwarts. Während die Eule Hedwig einem im Vorraum begrüßt, ist das eigentliche Highlight die ,,Treppe´´, die tatsächlich ziemlich denen in den Harry Pooter Filmen ähnelt. Ein Buch habe ich mir nicht gekauft und ich glaube auch nicht das ich nochmal wieder in diese Bibliothek gehe aber einen Besuch war es allemal Wert.
Portweinkeller
und Strandbesuch
Zurück in der Altstadt geht es vom Ausgangspunkt der Kathedrale, dieses mal über die Ponte Dom Luis I nach Vila Nova de Gaia.
Der Weg über die Brücke ist grandios und lässt des öfteren die Kamera hervorholen.
Auf der anderen Seite angekommen bietet sich mit dem Aussichtspunkt Cais da Ribeira de Gaia aber noch eine viel spektakulärere Aussicht auf die Altstadt Portos und die Ponte.
Es folgen die Portweinkeller von Porto. Zugeben muss ich, das ich vor der Reise nach Porto noch nie Portwein getrunken habe. Aber ob der tollen Weinkeller, dem Ambiente oder vielleicht auch einfach dem Geschmack, ich habe nicht nur eine Flasche in den jeweiligen Shops gekauft ;)
Es gibt tatsächlich eine Vielzahl an Anbietern, die alle an der Promenade zusätzliche Shops und Bars stehen haben. Mir haben am besten Gefallen:
- Sandeman
- Taylors Port
- Graham´s
- Calem (sehr touristisch)
Ich finde jeder sollte sich selber ein Bild der Anbieter machen und daraufhin entscheiden welcher ihm oder ihr am besten gefällt.
Das man viel Zeit mit Portwein verbringen kann zeigt, dass es am Abend dann auch erst zurück zur Unterkunft ging.
Der Blick von der Brücke ist abends fast noch schöner als tagsüber.
Neben dem schlendern durch die Gassen, dem Essen und Trinken an der Promenade und dem bummeln durch die Altstadt ging es am letzten Tag dann noch an den Strand Praia do Molhe ein Stück außerhalb von Porto.
Das Taxi kostet keine 10 € und ihr fahrt ungefähr 10 Minuten.
Die Strände sind mitte Januar nicht sonderlich spektakulär aber definitiv eine tolle Abwechslung zum Stadtleben.
Fazit
Ich hatte es Eingangs schon erwähnt. Porto ist für mich eine der fünf schönsten Städte Europas.
Ich persönlich mag es einfach sehr wenn man in einer Stadt ist und sich nicht vorkommt als wenn man in einer Stadt wäre (ich hoffe ihr versteht was ich meine) Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, viel Abwechslung, tolles Essen und vor allem toller Portwein.
Ein Aufenthalt in Porto sind für mich...
5 Sterne!