Porto - Eine der schönsten Städte Europas

Roy R. • 1. Dezember 2021

Olá Porto,

eine Stadt, dass darf ich vorwegnehmen, die für mich zu den top fünf Orten in Europa gehört.
Vom Flughafen Hamburg geht es gut drei Stunden nach Porto.
Am Aeroporto Francisco Sá Carneiro angekommen geht es am einfachsten mit der Metro ins Stadtzentrum (Taxen, Uber etc sind ebenfalls möglich). Das Stadtzentrum liegt etwas über 10 Kilometer entfernt. Die U Bahn fährt diese Strecke täglich von 06:00 bis 01:00 Uhr, an den Wochenenden bis 23:00 Uhr, alle 20 Minuten.
Das Ticketsystem für die öffentlichen Verkehrsmittel, ist nicht so einfach wie das in Lissabon, aber auch nicht besonders schwer.
An den Automaten in den U Bahn Stationen holt man sich eine Andante Karte für 60 Cent, auf denen ihr dann eure Fahrten (in Portugal ,,Titles´´genannt) bucht. Hierbei steht ein Title für eine Stunde.
Pro Person benötigt ihr eine Karte. Es ist nicht möglich, zwei Fahrten für zwei Personen auf eine Karte zu buchen.
Es gibt auch eine Andante Karten für Touristen, die ich empfehle. Hier kannst du alle Verkehrsmittel nutzen und zahlst für ein Tagesticket (Andante Tour 1) 7 Euro und für ein 72 Stunden (Andante Tour 2) Ticket 15 € pro Person. Allerdings sind diese Touristenkarten im Gegensatz zu den normalen Andante Karten nicht wieder aufladbar.
Die Karte hältst du dann vor Fahrtantritt an den Entwerter. Wenn du umsteigst musst du die Karte noch mal an einen Automaten halten, ohne Mehrkosten.

So viel zur Metro...

Nun geht es, nachdem ich in meiner Wohnung eingecheckt habe, aber in die Stadt.

Kleiner Hinweis:

Ich bin auf dieser Tour im Januar unterwegs.

In Porto scheinen die Häuser und Wohnungen keine Heizung zu haben, warum auch immer... Es stehen dann Heizkörper in den Wohnungen zur Verfügung. Der Boden ist allerdings Eiskalt und die Fenster auch leicht Luft durchlässig. Die Hotels sind normal beheizt.

Aber jetzt geht es los...

Wir beginnen beim Mercado Ferreira Borges, einer historischen Sehenswürdigkeit die mitlerweile ein Nachtclub ist und um 11 Uhr vormittags für mich dann auch noch nicht geöffnet hat...

Die R. da Alfandega geht es herunter und schon bin ich am wohl schönsten Fleck in ganz Porto, dem Cais da Estiva mit Blick auf die Ponte Luis I und die Portweinkeller auf der anderen Seite des Douros. Ein wunderschöner Anblick. Auf der Promenade finde ich das Café do Cais, welches ich mir als Restaurant für den Abend aussuche. Ich schlendere die Promenade entlang, an den vielen tollen Restaurants, kleinen Geschäften und ein kleiner Markt mit Ständen ist auch aufgebaut, in Richtung Brücke.

An der Ponte Luis I angekommen gibt es nun zwei Möglichkeiten:

1. Man nimmt die untere Etage und geht über die Brücke auf die andere Flussseite.


2. Man geht hoch zur zweiten Etage, um über die Brücke zu gehen oder die Möglichkeit zu haben Richtung Alt- und Innenstadt zu kommen.


Ich habe mir für den ersten Tag den Teil nördlich des Douros vorgenommen und entscheide mich somit für Variante zwei. 

Oben auf der Brücke angekommen gehe ich in Richtung Norden, die Brücke werde ich im laufe der Reise noch oft genug überqueren. 

Nach knapp 500 Metern komme ich an der Kathedrale von Porto mit seinem schönen Vorplatz an. Von hier aus gibt es einen schönen Panoramablick auf die Stadt und den Torre dos Clérigos, zudem wir noch kommen. In der KAthedrale kann man sich für 3 € den Kreuzgang ansehen der mit blau-weißen Azulejos verziert ist.

Von der Kathedrale aus sind es keine 300 Meter weiter zur Bahnhofstation Sao Bento. Ihr hört schon, dass alles sehr nahe beienander liegt und das an fast jeder Ecke eine weitere Sehenswürdigkeit ist.

Beim Bahnhof von Sao Bento, handelt es sich wohl um die schönste Bahnhofshalle der Welt (wenn ich einen schöneren Bahnhof zu Gesicht bekomme werde ich den Satz hier sofort löschen ;)). Die Ankunftshalle ist komplett mit über 20.000 Azulejos, den typischen portugiesischen Fliesen, verziert. Ein echtes Muss um ein Foto zu machen, welches sich allerdings ziemlich schwer gestaltet da im Sekundentakt Menschen ein und aus maschieren.

Einen Katzensprung vom Bahnhof entfernt befindet sich ein McDonalds, was jetzt erstmal nicht sonderlich spannend ist da dies ja eigentlich in jeder Kleinststadt der Fall ist. 

Dieser wurde aber von einem Unterhaltungsportal zum schönsten McDonalds auf der Welt gekührt. Heißt, einmal reingehen und sich selber ein Bild machen, ob ihr was bestellt liegt ja an euch...

Vom McDonalds aus hat man bereiz einen Blick auf das Rathaus von Porto (siehe Bild links). 

Dieses liegt am Ende der Avenida dos Aliados. Im Rathaus könnt ihr auch einen 70 Meter hohen Turm besteigen, wogegen ich mich entscheide.

Westlich vom Rathaus befindet sich übrigens die Capela das Almas, auf deutsch die Kapelle der Seelen. 

Diese besitzt eine der schönsten Fassaden Portos, auf der mit erneut wunderschönen Azulejos verschiedene Szenen aus der Bibel dargestellt werden. 

Innerhalb der Kapelle gibt es allerdings nicht besonderes.


Nun wird es Zeit etwas zu essen!

Vorher noch kurz beim Hard Rock Cafe vorbei versteht sich von selbst ;)

Porto hat ein einmaliges, wie auch sehr kalorienhaltiges Nationalgericht.

Das Francecinha!

Wie ihr dieses nachkochen könnt findet ihr hier.

Aufstieg auf den Torre dos Clérigos und ein kurzer Besuch bei Harry Potter

Richtung Sonnenuntergang hin geht es dann nochmal hoch hinaus. Durch die Igreja dos Clérigos gelangt man zum Turm dieser Kirche. Dieser ist mit 76 Metern einen kleinen Tick höher als der Rathausturm und ihr müsst knapp 300 Stufen erklimmen bevor ihr den schönsten Ausblick auf Portos Altstadt bekommt.

Die letzte Station des Tages ist dann eine Buchhandlung. Auch das klingt erstmal nicht sonderlich spannend aber tatsächlich soll auch diese Bibliothek die schönste der Welt sein... Die Livraria Lello liegt keine 100 Meter nördlich der Igreja und ich staune nicht schlecht als ich gegen 18:15 Uhr (45 Minuten vor Ladenschluß) eine 50 Meter lange Schlange vor der Buchhandlung vorfinde. Für den Einlass in die Bibliothek werden sogar 3 € Eintritt genommen, welche beim Kauf eines Buches verrechnet werden. In der Buchhandlung befindet man sich dann kurzerhand in Hogwarts. Während die Eule Hedwig einem im Vorraum begrüßt, ist das eigentliche Highlight die ,,Treppe´´, die tatsächlich ziemlich denen in den Harry Pooter Filmen ähnelt. Ein Buch habe ich mir nicht gekauft und ich glaube auch nicht das ich nochmal wieder in diese Bibliothek gehe aber einen Besuch war es allemal Wert.

Auch in Porto wird selbstverständlich Fußball gespielt. 

Also durfte ein Besuch im Stadion des FC Porto nicht fehlen. 

Das Estádio do Dragão macht von außen einen überdimensionalen Eindruck, gefühlt größer als andere Stadien. 

Mit seinen 50.000 Sitzplätzen macht es von innen definitiv mehr her. 

Auch das Museum welches sich im Stadion befindet ist überdurchschnittlich groß und ein Besuch Wert.

Sehr groß und umfangreich fällt der Shop aus, der sich neben dem Museum befindet.

Hier findest du von unzähligen Trikots und Schals auch kurisoerweise Wein und Kinderspielzeug.

Portweinkeller und Strandbesuch

Zurück in der Altstadt geht es vom Ausgangspunkt der Kathedrale, dieses mal über die Ponte Dom Luis I nach Vila Nova de Gaia.

Der Weg über die Brücke ist grandios und lässt des öfteren die Kamera hervorholen.

Auf der anderen Seite angekommen bietet sich mit dem Aussichtspunkt Cais da Ribeira de Gaia aber noch eine viel spektakulärere Aussicht auf die Altstadt Portos und die Ponte.

Es folgen die Portweinkeller von Porto. Zugeben muss ich, das ich vor der Reise nach Porto noch nie Portwein getrunken habe. Aber ob der tollen Weinkeller, dem Ambiente oder vielleicht auch einfach dem Geschmack, ich habe nicht nur eine Flasche in den jeweiligen Shops gekauft ;)

Es gibt tatsächlich eine Vielzahl an Anbietern, die alle an der Promenade zusätzliche Shops und Bars stehen haben. Mir haben am besten Gefallen:

  • Sandeman 
  • Taylors Port
  • Graham´s
  • Calem (sehr touristisch)

Ich finde jeder sollte sich selber ein Bild der Anbieter machen und daraufhin entscheiden welcher ihm oder ihr am besten gefällt.

Das man viel Zeit mit Portwein verbringen kann zeigt, dass es am Abend dann auch erst zurück zur Unterkunft ging.

Der Blick von der Brücke ist abends fast noch schöner als tagsüber.

Neben dem schlendern durch die Gassen, dem Essen und Trinken an der Promenade und dem bummeln durch die Altstadt ging es am letzten Tag dann noch an den Strand Praia do Molhe ein Stück außerhalb von Porto.

Das Taxi kostet keine 10 € und ihr fahrt ungefähr 10 Minuten.

Die Strände sind mitte Januar nicht sonderlich spektakulär aber definitiv eine tolle Abwechslung zum Stadtleben.

Fazit

Ich hatte es Eingangs schon erwähnt. Porto ist für mich eine der fünf schönsten Städte Europas.

Ich persönlich mag es einfach sehr wenn man in einer Stadt ist und sich nicht vorkommt als wenn man in einer Stadt wäre (ich hoffe ihr versteht was ich meine) Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, viel Abwechslung, tolles Essen und vor allem toller Portwein.

Ein Aufenthalt in Porto sind für mich... 5 Sterne!

von Roy R. 11. Februar 2022
auf meiner Reise entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten, darf ein Besuch in der Hauptsatdt der USA natürlich nicht fehlen. Dabei ist es auf eine gewisse Art und Weise schon ein bisschen schräg, dass die ,, Top-Sehenswürdigkeiten,, dieser Stadt größtenteils Denkmäler, Wahrzeichen und sogar Friedhöfe sind. Den Start meiner Tour, nebenbei bemerkt bei absolut genialem Wetter, mache ich beim Kapitol...
von Roy R. 15. Dezember 2021
ich muss im voraus schreiben, dass ich grundsätzlich eine zu Hohe Erwartungshaltung an Abu Dhabi hatte. Mit der Scheich Zayid Moschee gibt es in Abu Dhabi eine der spektakülärsten Moscheen auf der Welt. Aber ansonsten... Deswegen wird in den folgenden Zeilen ein sehr großes Augenmerk auf die Moschee gelegt und im Vergleich zu anderen einträgen sehr wenig weitere Sehenswürdigkeiten aufgezählt. Und da man weiß, dass Bilder manchmal mehr ... ihr wisst schon, gibt es zu Abu Dhabi relativ wenig Text und überdurchschnittlich viele Bilder. Ich bitte um Verständnis ;)
von Roy R. 15. Dezember 2021
bei meiner Reise in den Orient geht es zwei Tage in den Oman, in die Hafenstadt Muskat (Maskat). Um 9:00 Uhr morgens starte ich meinen Oman Aufenthalt am Sultan Qaboos Port. Von hier verschaffe ich mir einen ersten Überblick über die Stadt und ihre Möglichkeiten.
von Roy R. 7. Dezember 2021
für mich stellt Dubai die erste Station außerhalb Europas dar, die ich bereisen durfte. Dementsprechend verbindet man zu diesem Ort sicherlich mehr Gefühle oder Erinnerungen, als zu weiteren Orten die folgen sollten. Die Kultur, das Klima, die Menschen, der Lebensstil... Alles ist für mich anders, bzw. ich habe die Erwartung daran. So komme ich nach sechs Stunden und 30 Minuten Flugzeit vom Hamburger Flughafen in Dubai an. Bitte nicht als Schleichwerbung verstehen, aber ein Langstrecken Flug mit Emirates ist dann schon ein Himmelweiter Unterschied im Vergleich zu den Flügen in Europa, aber das nur nebenbei... Am späten Vormittag in Dubai angekommen, steht nach dem einchecken im Hotel heute nur noch eine Sache an... eine Jeepsafari in der Wüste! Das ist zugegebener Weise meine erste ,,Safari,, und somit kann ich eine gewisse kindliche Vorfreude auch nicht verbergen und möchte das auch gar nicht. Mit 25 Grad außen Temperatur ist es noch recht angenehm und einer der Jeeps holt einen auch direkt beim Hotel bzw. angegebenen Abholpunkt ab. Von der Busfahrt vom Flughafen zum Hotel und auch jetzt im Jeep bekommt man natürlich schon einen kleinen Eindruck von der Stadt und fährt unter anderem am Dubai Frame vorbei und sieht in der Ferne selbstverständlich auch das höchste Gebäude der Welt. Wie soll man dieses über 800 Meter hohe Geschoß auch übersehen ;) Trotzdem ist es ganz schön als wir aus Dubai City rausfahren und Richtung Wüste donnern. Das es nur ca. 20 Minuten dauert bis vor uns das erste Kamel zu erblicken ist welches mit seinem Halter durch die Wüste ins gefühlte Nichts reitet ist halt auch etwas was man nicht jeden Tag sieht. Nun ist diese von mir gebuchte Jeepsafari, zwar etwas touristisch aufgebläht aber das Erlebnis einmal an diesem Ort zu sein ist etwas was auch zahlreiche weitere Touristen nur schwer schmälern können. Der Aufbau dieser siebenstündigen Tour ist mit vielen Highlights aufgebaut. Angekommen in der Wüste werden zunächst bei den Reifen der Jeeps die Luft rausgelassen um eine größere Auflagefläche zu haben und weniger schnell einzusinken. Dann brettert der Kollege am Steuer so in die Dünen rein wie ich wenn ich im Media Markt schnell zur Kasse muss. Satan sag ich euch... Interessanterweise bleibt auch noch vor uns ein Jeep so in einer Düne stecken das drei Kollegen ihm zur Hilfe eilen müssen. Unseren Fahrer interessiert das herzlich wenig (weshalb ich leider auch kein Foto von diesem Bild mit dem Jeep in der Düne machen kann, da ich mich immer noch mit beiden Händen an den Angstgriff klammer) und die Stunde Fahrt vergeht bei all dem Spaß und Adrenalin leider wie im Flug. Der steckengebliebene Jeep, kam eine viertel Stunde später dann auch am Zielort an, scheint also üblich zu sein... Nun kommt mein Highlight dieser Tour, der Sonnenuntergang. Jetzt will ich hier nicht melankonisch daherkommen, aber in der Wüste auf einer Düne zu liegen und diesem Naturspektakel, welches es eigentlich jeden Tag gibt, einfach zuzuschauen ist unbeschreiblich. Klar mache ich auch Fotos, aber manchmal ist es auch ratsam sein Handy und seine Kamara bei Seite zu legen und den Moment zu genießen und in sich aufzusaugen. Etwas woran ich mich auf jedenfall mein Leben lang erinnern werde! Als die Sonne untergegangen ist fahren wir zum letzten Punkt der Tour, in ein Camp wo es neben einem Barbecue auch die Möglichkeit zum Kamelreiten, Sandboarding, Shisha rauchen oder sich ein Hannah-Tattoo malen zu lassen gibt. Wie gesagt, sehr touristisch... Mir persönlich hätte das Barbecue wohl gereicht, auch wenn es sicherlich schon etwas hatte Shisha rauchend sich eine Bauchtanzshow anzuschauen. Eine definitiv sehr gelungene Tour, die ich vom Grundgedanken der Wüstensafari jedem der mal nach Dubai kommt ans Herz legen möchte!
von Roy R. 30. November 2021
um Punkt 09:30 Uhr erreiche ich wie auf meinem Zugticket angegeben (wenn das mal bei uns in Deutschland so wäre... ;)) nach knapp dreistündiger Zugfahrt vom Bahnhof Porto - Campanha, den Bahnhof von Lissabon. Die Fahrt kostet mich 25 €. Ich bin sehr gespannt auf die Hauptstadt Portugals, die mir schon von sehr vielen Menschen wärmsten empfohlen wurde. Begrüßt werde ich zumindest schonmal mit strahlendem Sonnenschein und einem wolkenlosen blauen Himmel... kein schlechter Start! Desweiteren kann ich definitiv sagen, in Portugal mit dem Zug zu fahren stellt keinerlei Probleme da. Ein kurzer Abstecher in die Metro (näheres folgt später) und zur Station Santa Apolónia, dann kann die Erkundungstour beginnen.
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