مرحبا دبي,
für mich stellt Dubai die erste Station außerhalb Europas dar, die ich bereisen durfte. Dementsprechend verbindet man zu diesem Ort sicherlich mehr Gefühle oder Erinnerungen, als zu weiteren Orten die folgen sollten. Die Kultur, das Klima, die Menschen, der Lebensstil... Alles ist für mich anders, bzw. ich habe die Erwartung daran. So komme ich nach sechs Stunden und 30 Minuten Flugzeit vom Hamburger Flughafen in Dubai an. Bitte nicht als Schleichwerbung verstehen, aber ein Langstrecken Flug mit Emirates ist dann schon ein Himmelweiter Unterschied im Vergleich zu den Flügen in Europa, aber das nur nebenbei...
Am späten Vormittag in Dubai angekommen, steht nach dem einchecken im Hotel heute nur noch eine Sache an... eine Jeepsafari in der Wüste!
Das ist zugegebener Weise meine erste ,,Safari,, und somit kann ich eine gewisse kindliche Vorfreude auch nicht verbergen und möchte das auch gar nicht. Mit 25 Grad außen Temperatur ist es noch recht angenehm und einer der Jeeps holt einen auch direkt beim Hotel bzw. angegebenen Abholpunkt ab.
Von der Busfahrt vom Flughafen zum Hotel und auch jetzt im Jeep bekommt man natürlich schon einen kleinen Eindruck von der Stadt und fährt unter anderem am Dubai Frame vorbei und sieht in der Ferne selbstverständlich auch das höchste Gebäude der Welt. Wie soll man dieses über 800 Meter hohe Geschoß auch übersehen ;)
Trotzdem ist es ganz schön als wir aus Dubai City rausfahren und Richtung Wüste donnern. Das es nur ca. 20 Minuten dauert bis vor uns das erste Kamel zu erblicken ist welches mit seinem Halter durch die Wüste ins gefühlte Nichts reitet ist halt auch etwas was man nicht jeden Tag sieht.
Nun ist diese von mir gebuchte Jeepsafari, zwar etwas touristisch aufgebläht aber das Erlebnis einmal an diesem Ort zu sein ist etwas was auch zahlreiche weitere Touristen nur schwer schmälern können.
Der Aufbau dieser siebenstündigen Tour ist mit vielen Highlights aufgebaut.
Angekommen in der Wüste werden zunächst bei den Reifen der Jeeps die Luft rausgelassen um eine größere Auflagefläche zu haben und weniger schnell einzusinken. Dann brettert der Kollege am Steuer so in die Dünen rein wie ich wenn ich im Media Markt schnell zur Kasse muss. Satan sag ich euch... Interessanterweise bleibt auch noch vor uns ein Jeep so in einer Düne stecken das drei Kollegen ihm zur Hilfe eilen müssen. Unseren Fahrer interessiert das herzlich wenig (weshalb ich leider auch kein Foto von diesem Bild mit dem Jeep in der Düne machen kann, da ich mich immer noch mit beiden Händen an den Angstgriff klammer) und die Stunde Fahrt vergeht bei all dem Spaß und Adrenalin leider wie im Flug. Der steckengebliebene Jeep, kam eine viertel Stunde später dann auch am Zielort an, scheint also üblich zu sein...
Nun kommt mein Highlight dieser Tour, der Sonnenuntergang. Jetzt will ich hier nicht melankonisch daherkommen, aber in der Wüste auf einer Düne zu liegen und diesem Naturspektakel, welches es eigentlich jeden Tag gibt, einfach zuzuschauen ist unbeschreiblich. Klar mache ich auch Fotos, aber manchmal ist es auch ratsam sein Handy und seine Kamara bei Seite zu legen und den Moment zu genießen und in sich aufzusaugen. Etwas woran ich mich auf jedenfall mein Leben lang erinnern werde!
Als die Sonne untergegangen ist fahren wir zum letzten Punkt der Tour, in ein Camp wo es neben einem Barbecue auch die Möglichkeit zum Kamelreiten, Sandboarding, Shisha rauchen oder sich ein Hannah-Tattoo malen zu lassen gibt. Wie gesagt, sehr touristisch... Mir persönlich hätte das Barbecue wohl gereicht, auch wenn es sicherlich schon etwas hatte Shisha rauchend sich eine Bauchtanzshow anzuschauen.
Eine definitiv sehr gelungene Tour, die ich vom Grundgedanken der Wüstensafari jedem der mal nach Dubai kommt ans Herz legen möchte!
Dubai Mall und hoch auf den Burj Khalifa
Jetzt ist es ja so, dass man oft überlegt wie lange man den an einen einzelnen Ort reist, wenn es jetzt nicht gerade ein All Inclusive Strandurlaub ist. Für einen Deutschen ist Dubai nicht mal eben um die Ecke, so dass man für die An- und Abreise eigentlich schonmal einen ganzen, auf jedenfall einen halben Tag einplanen sollte. Ich selber habe während dieser Reise in den Orient noch vier weitere Ziele eingeplant und für Dubai vier Tage eingeplant. Diese waren, dass darf ich vor weg nehmen, für mich zu wenig. Mindestens ein Tag hat mir gefehlt, weshalb ich zwei Jahre später auch nochmal nach Dubai geflogen bin. Man arbeitet einfach zu sehr ab, als das man wirklich genießt und wenn man dann schonmal an einem Ort ist wo man nicht jeden Tag hinkommt das solltet ihr euch eure Zeit nehmen...
Um 13:00 Uhr ist es also soweit. Nun geht es auf das größte Gebäude der Welt! In 55 Sekunden schießt der Aufzug hoch in die 124. Etage. Irgendwie stellt sich bei all der Vorfreude eben auf einmal auch eine gewisse Nervosität ein. Aber um groß Nervös zu sein bleibt gar keine Zeit und oben angekommen wird man direkt auf die Aussichtsplattform geführt. Diese befindet sich auf 456 Metern. Das sind bis zur Spitze eben auch noch einige Meter und trotzdem ist es surreal diesen 360 Grad Rundblick über ganz Dubai zu haben. Für mich ist das einer der Momente, die nicht mit einer Kamara das wiederspiegeln können, wie man es selber wahrnimmt.
Auf jedenfall ein sehr aufregender Tag. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die elend lange Schlange die durch den Shop zum Aufzug verläuft um wieder Richtung Erdboden zu kommen. Da hat man solch impulsante Augenblicke erleben dürfen und muss sich dann über 25 Minuten in einem Shop mit hunderten von Menschen aufhalten?! Wie gesagt, ein ,,kleiner,, Kritikpunkt...
Burj Al Arab und Dubai Fontain
Nach dem schlendern über den Souk und die Lagunenstadt geht es zum Abschluß des Tages nochmal zum Burj Khalifa, um sich die Dubai Fountain anzusehen.
Hierbei handelt es sich um eine Springbrunnenshow mit den höchsten Fontänen der Welt. Diese zeigen ein Zusammenspiel zwischen Wasser, Licht und Musik. Die Show der Dubai Fountains findet täglich ab 18 Uhr und dann alle 30 Minuten statt.
Auf dem Burj Khalifa Lake stehen auch einige Boote zur Verfügung um sich das Wasserspektakel von sehr nahe anzusehen, wobei man meiner Meinung nach die beste Aussicht vom Restaurant The Lounge hat.
Ich habe mir insgesamt zweimal die Show angeguckt. Einmal zu orientalischer Musik und einmal zu Enrique Iglesias. Wobei ich aufgrund des Feelings die orientalische Musik schöner oder besser gesagt passender fand als die vom lieben Enrique ;)
Atlantis The Palm und Dubai Frame
Für den letzten Tag geht es auf The Palm Jumeirah. Was hier wirklich geschaffen wurde, ist aus der Luft besser zu erkennen als vom Boden. Den die Palmen sind für Touristen gar nicht zugänglich und im Endeffekt kommt man bis zum Ende dieser Insel um einen Blick auf das Hotel Atlantis zu haben und in gewisser Ferne nochmal einen weiteren Blick auf das Burj Al Arab zu werfen, mehr nicht!
Für Familien ist vielleicht noch der Aquaventure Waterpark interessant.
Da ich auf dem Rückweg Richtung Dubai City ein weiteres mal am Madinat Jumeirah vorbei komme, gucke ich mir das ganze auch im hellen an, was sehr schön ist, mir aber am Abend besser gefallen hat.
In Dubai gibt es übrigens zwei Hard Rock Cafes!
Wobei sich eines am Flughafen befindet, was ich nicht sonderlich toll finde...
Meine letzte Sehenswürdigkeit in Dubai ist der Dubai Frame.
Dieser besteht aus zwei 150 Meter hohen Türmen, die unten durch ein Gebäude und oben durch eine Brücke die teilweise einen Glasfußboden besitzt verbunden sind und somit an die Form eines Bilderrahmens erinnern. Durch diesen Rahmen sieht man entweder das neue moderne Dubai um den (unter anderem mit dem Burj Khalifa) oder aus der anderen Richtung das alte Dubai (mit dem Stadtteil Deira). Der Ausblick von oben ist sehr schön und sich auf den Glasboden zu stellen und in die tiefe zu blicken nichts für schwache Nerven.
Bevor es zum nächsten Ort geht besuche ich in der Altstadt Dubais noch einen Souk um sich Gewürze und Souvenirs mit nach Hause zu nehmen. Zum Abschluß geht es dann noch zum Strandviertel ,,La Mer´´. Ein absolut traumhafter und entspannter Ort in der man vor allem die tolle Streetart und Graffitis bewundern darf.
Fazit
Ich finde es brutal schwer Dubai einzuordnen. Für mich persönlich ist Dubai faszinierend und ich war bislang zwei mal an diesem Ort. Ich finde es spektakulär was dort entstanden ist und immer noch entsteht und das Wetter spielt für mich auch eine tragende positive Rolle (gerade in den Wintermonaten). Allerdings finde ich auch, dass sich die Art der Sehenswürdigkeiten doch sehr auf die zwei bis drei bekannten beschränkt. Ich persönlich muss jetzt keine drei Tage am Burj Khalifa stehen oder durch die Dubai Mall schlendern. Bei den Hotels sehe ich es ähnlich, es sei den man residiert in einem dieser.
Dubai hat definitiv einen gewissen Flair, ob man diesen mag ist eine andere Sache und urteilen sollte man auch nur wenn man wirklich vor Ort war.
Ich bewerte Dubai mit...
4 Sternen!