Dubai - Faszination Orient

Roy R. • 7. Dezember 2021

مرحبا دبي,

für mich stellt Dubai die erste Station außerhalb Europas dar, die ich bereisen durfte. Dementsprechend verbindet man zu diesem Ort sicherlich mehr Gefühle oder Erinnerungen, als zu weiteren Orten die folgen sollten. Die Kultur, das Klima, die Menschen, der Lebensstil... Alles ist für mich anders, bzw. ich habe die Erwartung daran. So komme ich nach sechs Stunden und 30 Minuten Flugzeit vom Hamburger Flughafen in Dubai an. Bitte nicht als Schleichwerbung verstehen, aber ein Langstrecken Flug mit Emirates ist dann schon ein Himmelweiter Unterschied im Vergleich zu den Flügen in Europa, aber das nur nebenbei...
Am späten Vormittag in Dubai angekommen, steht nach dem einchecken im Hotel heute nur noch eine Sache an... eine Jeepsafari in der Wüste!
Das ist zugegebener Weise meine erste ,,Safari,, und somit kann ich eine gewisse kindliche Vorfreude auch nicht verbergen und möchte das auch gar nicht. Mit 25 Grad außen Temperatur ist es noch recht angenehm und einer der Jeeps holt einen auch direkt beim Hotel bzw. angegebenen Abholpunkt ab.
Von der Busfahrt vom Flughafen zum Hotel und auch jetzt im Jeep bekommt man natürlich schon einen kleinen Eindruck von der Stadt und fährt unter anderem am Dubai Frame vorbei und sieht in der Ferne selbstverständlich auch das höchste Gebäude der Welt. Wie soll man dieses über 800 Meter hohe Geschoß auch übersehen ;)
Trotzdem ist es ganz schön als wir aus Dubai City rausfahren und Richtung Wüste donnern. Das es nur ca. 20 Minuten  dauert bis vor uns das erste Kamel zu erblicken ist welches mit seinem Halter durch die Wüste ins gefühlte Nichts reitet ist halt auch etwas was man nicht jeden Tag sieht.
Nun ist diese von mir gebuchte Jeepsafari, zwar etwas touristisch aufgebläht aber das Erlebnis einmal an diesem Ort zu sein ist etwas was auch zahlreiche weitere Touristen nur schwer schmälern können.
Der Aufbau dieser siebenstündigen Tour ist mit vielen Highlights aufgebaut.
Angekommen in der Wüste werden zunächst bei den Reifen der Jeeps die Luft rausgelassen um eine größere Auflagefläche zu haben und weniger schnell einzusinken. Dann brettert der Kollege am Steuer so in die Dünen rein wie ich wenn ich im Media Markt schnell zur Kasse muss. Satan sag ich euch... Interessanterweise bleibt auch noch vor uns ein Jeep so in einer Düne stecken das drei Kollegen ihm zur Hilfe eilen müssen. Unseren Fahrer interessiert das herzlich wenig (weshalb ich leider auch kein Foto von diesem Bild mit dem Jeep in der Düne machen kann, da ich mich immer noch mit beiden Händen an den Angstgriff klammer) und die Stunde Fahrt vergeht bei all dem Spaß und Adrenalin leider wie im Flug. Der steckengebliebene Jeep, kam eine viertel Stunde später dann auch am Zielort an, scheint also üblich zu sein...
Nun kommt mein Highlight dieser Tour, der Sonnenuntergang. Jetzt will ich hier nicht melankonisch daherkommen, aber in der Wüste auf einer Düne zu liegen und diesem Naturspektakel, welches es eigentlich jeden Tag gibt, einfach zuzuschauen ist unbeschreiblich. Klar mache ich auch Fotos, aber manchmal ist es auch ratsam sein Handy und seine Kamara bei Seite zu legen und den Moment zu genießen und in sich aufzusaugen. Etwas woran ich mich auf jedenfall  mein Leben lang erinnern werde!
Als die Sonne untergegangen ist fahren wir zum letzten Punkt der Tour, in ein Camp wo es neben einem Barbecue auch die Möglichkeit zum Kamelreiten, Sandboarding, Shisha rauchen oder sich ein Hannah-Tattoo malen zu lassen gibt. Wie gesagt, sehr touristisch... Mir persönlich hätte das Barbecue wohl gereicht, auch wenn es sicherlich schon etwas hatte Shisha rauchend sich eine Bauchtanzshow anzuschauen.
Eine definitiv sehr gelungene Tour, die ich vom Grundgedanken der Wüstensafari jedem der mal nach Dubai kommt ans Herz legen möchte!

Dubai Mall und hoch auf den Burj Khalifa

Jetzt ist es ja so, dass man oft überlegt wie lange man den an einen einzelnen Ort reist, wenn es jetzt nicht gerade ein All Inclusive Strandurlaub ist. Für einen Deutschen ist Dubai nicht mal eben um die Ecke, so dass man für die An- und Abreise eigentlich schonmal einen ganzen, auf jedenfall einen halben Tag einplanen sollte. Ich selber habe während dieser Reise in den Orient noch vier weitere Ziele eingeplant und für Dubai vier Tage eingeplant. Diese waren, dass darf ich vor weg nehmen, für mich zu wenig. Mindestens ein Tag hat mir gefehlt, weshalb ich zwei Jahre später auch nochmal nach Dubai geflogen bin. Man arbeitet einfach zu sehr ab, als das man wirklich genießt und wenn man dann schonmal an einem Ort ist wo man nicht jeden Tag hinkommt das solltet ihr euch eure Zeit nehmen...

Am zweiten Tag ging es also früh hoch und mit dem Taxi zur Dubai Mall.

Das Taxi setzte uns auf der Straße ,, Grand Parking Level 2,, ab. Von dort und somit vor der Dubai Mall, sieht man bereiz dieses Geschoss von Turm. Ich weiß, es ist ,,nur,, ein Gebäude... 

Aber ganz ehrlich, vor diesem Ding zu stehen, sich zu Fragen wie man sowas bauen kann und diese 828 Meter bis zum Gipfel hoch zu blicken ist ein absolutes Erlebnis! 

Für 13:00 Uhr hatte ich vorab ein Ticket für den Aufstieg auf die 124. und 125. Etage gebucht (empfehle ich euch auf jedenfall). Bis dahin waren es noch knapp drei Stunden, die ich durch die Dubai Mall schlenderte. 

Diese ist und ich verzeihe für die erneut verwendeten Gänsefüßchen, ,,nur,, ein Einkaufscenter und auch wenn es sich um eines der größten der Welt handelt, dieses mal muss ich sagen, ist es auch nur ein Einkaufszentrum!

Natürlich ist es Wahnsinn zu sehen wie über 1200 Geschäfte sich in diesem Mega Komplex aneinander Reihen, aber es ist mir einfach too much. 

Nach dem ersten Abteil war ich mit dem Thema Shooping an sich durch und dann folgen noch über 1000 weitere Geschäfte!? 

Auf eine Weise sicherlich spektakulär, auf eine andere Weise wie geschrieben einfach zu viel...

Bringt also entweder Zeit und Geduld mit oder sucht euch vorher raus was ihr wirklich sehen wollt!

Interessant ist definitiv:

- Der größte Gold-Souk der Welt

- Eine Kunsteisbahn

- eine fast 25 Meter hohe Wasserkaskade

- das Dubai Aquarium

- Zugang zum Aufzug des Burj Khalifas

Um 13:00 Uhr ist es also soweit. Nun geht es auf das größte Gebäude der Welt! In 55 Sekunden schießt der Aufzug hoch in die 124. Etage. Irgendwie stellt sich bei all der Vorfreude eben auf einmal auch eine gewisse Nervosität ein. Aber um groß Nervös zu sein bleibt gar keine Zeit und oben angekommen wird man direkt auf die Aussichtsplattform geführt. Diese befindet sich auf 456 Metern. Das sind bis zur Spitze eben auch noch einige Meter und trotzdem ist es surreal diesen 360 Grad Rundblick über ganz Dubai zu haben. Für mich ist das einer der Momente, die nicht mit einer Kamara das wiederspiegeln können, wie man es selber wahrnimmt.

Auf jedenfall ein sehr aufregender Tag. Einziger kleiner Kritikpunkt ist die elend lange Schlange die durch den Shop zum Aufzug verläuft um wieder Richtung Erdboden zu kommen. Da hat man solch impulsante Augenblicke erleben dürfen und muss sich dann über 25 Minuten in einem Shop mit hunderten von Menschen aufhalten?! Wie gesagt, ein ,,kleiner,, Kritikpunkt...

Burj Al Arab und Dubai Fontain

Richtung Abend geht es mit dem Taxi zum Jumeira Beach Pavillion. 

Von hier hat man eine schöne Aussicht auf das Burj Al Arab. 

Dieses pompöse Luxushotel in einem auffälligen segelförmigen Gebäude befindet sich auf einer kleinen Insel, welche von diesem Strand sehr gut einsehbar ist.

Knapp zwei Kilometer vom Strand entfernt befindet sich die Madinat Jumeirah.

Die Madinat Jumeirah  ist sozusagen die ,,Stadt in der Stadt´´ und ist ein Hotel-, Freizeit- und Geschäftszentrum.

Sie ist im stile einer Lagunenstadt mit typischen Windtürmen aufgebaut.

Im Madinat befinden sich u. a. zahlreiche Restaurants, das einzige Theater Dubais, drei Hotels unter anderem das Al Qasr, sowie ein Souk welcher sich im Zentrum dieser Stadt befindet.

Nach dem schlendern über den Souk und die Lagunenstadt geht es zum Abschluß des Tages nochmal zum Burj Khalifa, um sich die Dubai Fountain anzusehen.

Hierbei handelt es sich um eine Springbrunnenshow mit den höchsten Fontänen der Welt. Diese zeigen ein Zusammenspiel zwischen Wasser, Licht und Musik. Die Show der Dubai Fountains findet täglich ab 18 Uhr und dann alle 30 Minuten statt.

Auf dem Burj Khalifa Lake stehen auch einige Boote zur Verfügung um sich das Wasserspektakel von sehr nahe anzusehen, wobei man meiner Meinung nach die beste Aussicht vom Restaurant The Lounge hat.

Ich habe mir insgesamt zweimal die Show angeguckt. Einmal zu orientalischer Musik und einmal zu Enrique Iglesias. Wobei ich aufgrund des Feelings die orientalische Musik schöner oder besser gesagt passender fand als die vom lieben Enrique ;)

Atlantis The Palm und Dubai Frame

Für den letzten Tag geht es auf The Palm Jumeirah. Was hier wirklich geschaffen wurde, ist aus der Luft besser zu erkennen als vom Boden. Den die Palmen sind für Touristen gar nicht zugänglich und im Endeffekt kommt man bis zum Ende dieser Insel um einen Blick auf das Hotel Atlantis zu haben und in gewisser Ferne nochmal einen weiteren Blick auf das Burj Al Arab zu werfen, mehr nicht!

Für Familien ist vielleicht noch der Aquaventure Waterpark interessant.

Da ich auf dem Rückweg Richtung Dubai City ein weiteres mal am Madinat Jumeirah vorbei komme, gucke ich mir das ganze auch im hellen an, was sehr schön ist, mir aber am Abend besser gefallen hat.

In Dubai gibt es übrigens zwei Hard Rock Cafes!

Wobei sich eines am Flughafen befindet, was ich nicht sonderlich toll finde...

Meine letzte Sehenswürdigkeit in Dubai ist der Dubai Frame.

Dieser besteht aus zwei 150 Meter hohen Türmen, die unten durch ein Gebäude und oben durch eine Brücke die teilweise einen Glasfußboden besitzt verbunden sind und somit an die Form eines Bilderrahmens erinnern. Durch diesen Rahmen sieht man entweder das neue moderne Dubai um den (unter anderem mit dem Burj Khalifa) oder aus der anderen Richtung das alte Dubai (mit dem Stadtteil Deira). Der Ausblick von oben ist sehr schön und sich auf den Glasboden zu stellen und in die tiefe zu blicken nichts für schwache Nerven.

Bevor es zum nächsten Ort geht besuche ich in der Altstadt Dubais noch einen Souk um sich Gewürze und Souvenirs mit nach Hause zu nehmen. Zum Abschluß geht es dann noch zum Strandviertel ,,La Mer´´. Ein absolut traumhafter und entspannter Ort in der man vor allem die tolle Streetart und Graffitis bewundern darf.

Fazit

Ich finde es brutal schwer Dubai einzuordnen. Für mich persönlich ist Dubai faszinierend und ich war bislang zwei mal an diesem Ort. Ich finde es spektakulär was dort entstanden ist und immer noch entsteht und das Wetter spielt für mich auch eine tragende positive Rolle (gerade in den Wintermonaten). Allerdings finde ich auch, dass sich die Art der Sehenswürdigkeiten doch sehr auf die zwei bis drei bekannten beschränkt. Ich persönlich muss jetzt keine drei Tage am Burj Khalifa stehen oder durch die Dubai Mall schlendern. Bei den Hotels sehe ich es ähnlich, es sei den man residiert in einem dieser.

Dubai hat definitiv einen gewissen Flair, ob man diesen mag ist eine andere Sache und urteilen sollte man auch nur wenn man wirklich vor Ort war.

Ich bewerte Dubai mit... 4 Sternen!

von Roy R. 11. Februar 2022
auf meiner Reise entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten, darf ein Besuch in der Hauptsatdt der USA natürlich nicht fehlen. Dabei ist es auf eine gewisse Art und Weise schon ein bisschen schräg, dass die ,, Top-Sehenswürdigkeiten,, dieser Stadt größtenteils Denkmäler, Wahrzeichen und sogar Friedhöfe sind. Den Start meiner Tour, nebenbei bemerkt bei absolut genialem Wetter, mache ich beim Kapitol...
von Roy R. 15. Dezember 2021
ich muss im voraus schreiben, dass ich grundsätzlich eine zu Hohe Erwartungshaltung an Abu Dhabi hatte. Mit der Scheich Zayid Moschee gibt es in Abu Dhabi eine der spektakülärsten Moscheen auf der Welt. Aber ansonsten... Deswegen wird in den folgenden Zeilen ein sehr großes Augenmerk auf die Moschee gelegt und im Vergleich zu anderen einträgen sehr wenig weitere Sehenswürdigkeiten aufgezählt. Und da man weiß, dass Bilder manchmal mehr ... ihr wisst schon, gibt es zu Abu Dhabi relativ wenig Text und überdurchschnittlich viele Bilder. Ich bitte um Verständnis ;)
von Roy R. 15. Dezember 2021
bei meiner Reise in den Orient geht es zwei Tage in den Oman, in die Hafenstadt Muskat (Maskat). Um 9:00 Uhr morgens starte ich meinen Oman Aufenthalt am Sultan Qaboos Port. Von hier verschaffe ich mir einen ersten Überblick über die Stadt und ihre Möglichkeiten.
von Roy R. 1. Dezember 2021
eine Stadt, dass darf ich vorwegnehmen, die für mich zu den top fünf Orten in Europa gehört. Vom Flughafen Hamburg geht es gut drei Stunden nach Porto. Am Aeroporto Francisco Sá Carneiro angekommen geht es am einfachsten mit der Metro ins Stadtzentrum (Taxen, Uber etc sind ebenfalls möglich). Das Stadtzentrum liegt etwas über 10 Kilometer entfernt. Die U Bahn fährt diese Strecke täglich von 06:00 bis 01:00 Uhr, an den Wochenenden bis 23:00 Uhr, alle 20 Minuten. Das Ticketsystem für die öffentlichen Verkehrsmittel, ist nicht so einfach wie das in Lissabon, aber auch nicht besonders schwer. An den Automaten in den U Bahn Stationen holt man sich eine Andante Karte für 60 Cent, auf denen ihr dann eure Fahrten (in Portugal ,,Titles´´genannt) bucht. Hierbei steht ein Title für eine Stunde. Pro Person benötigt ihr eine Karte. Es ist nicht möglich, zwei Fahrten für zwei Personen auf eine Karte zu buchen. Es gibt auch eine Andante Karten für Touristen, die ich empfehle. Hier kannst du alle Verkehrsmittel nutzen und zahlst für ein Tagesticket (Andante Tour 1) 7 Euro und für ein 72 Stunden (Andante Tour 2) Ticket 15 € pro Person. Allerdings sind diese Touristenkarten im Gegensatz zu den normalen Andante Karten nicht wieder aufladbar. Die Karte hältst du dann vor Fahrtantritt an den Entwerter. Wenn du umsteigst musst du die Karte noch mal an einen Automaten halten, ohne Mehrkosten.
von Roy R. 30. November 2021
um Punkt 09:30 Uhr erreiche ich wie auf meinem Zugticket angegeben (wenn das mal bei uns in Deutschland so wäre... ;)) nach knapp dreistündiger Zugfahrt vom Bahnhof Porto - Campanha, den Bahnhof von Lissabon. Die Fahrt kostet mich 25 €. Ich bin sehr gespannt auf die Hauptstadt Portugals, die mir schon von sehr vielen Menschen wärmsten empfohlen wurde. Begrüßt werde ich zumindest schonmal mit strahlendem Sonnenschein und einem wolkenlosen blauen Himmel... kein schlechter Start! Desweiteren kann ich definitiv sagen, in Portugal mit dem Zug zu fahren stellt keinerlei Probleme da. Ein kurzer Abstecher in die Metro (näheres folgt später) und zur Station Santa Apolónia, dann kann die Erkundungstour beginnen.
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